| Heinz Harald Frentzen |
Eineinhalb Jahre lang hat Heinz-Harald Frentzen keinen Rennwagen bewegt. Jetzt steht der ehemalige Formel 1-Siegfahrer vor der Rückkehr ins Cockpit - in einem Aston Martin DBR9 in der GT1-Kategorie bei den 24 Stunden von Le Mans.
Frentzen war einer von drei Fahrern, die das Aston Martin-Werksteam Prodrive am Donnerstag zu einer Sichtung nach Le Castellet eingeladen hatten. Neben dem Mönchengladbacher fuhren der Robbie Kerr aus England und der Schotte Ryan Dalziel (sprich: Di-jell), der sich nach starken Formel Ford-Jahren in Europa in der ALMS in einem privaten Corvette-Jahreswagen einen Namen gemacht hatte.
Neben Frentzen und den beiden Briten fuhren Andrea Piccini, Antonio García, Karl Wendlinger und Darren Turner in einem Prodrive-DBR9. Piccini und Wendlinger haben bis dato noch keine unterzeichneten Verträge der Grünen vorliegen, ihr Start bei den 24 Stunden gilt aber als sicher. Turner und García sind ohnehin gesetzt.
Die Sichtung fand im Rahmen eines Aston-Martin-Gruppentests in Le Castellet statt, bei dem unter anderem auch das JetAlliance-Team aus Österreich dabei war - neben jeder Menge neuer Aston Martin GT4, vor allem von der Insel.
Prodrive fuhr mit einer Le-Mans-Aerodynamik, konnte daher die Rundenzeiten der FIA-GT- und LMS-Teams, die mehr Abtrieb angeschraubt hatten, nicht mitgehen.
Von den Aston-Neulingen war Frentzen klar der Schnellste. Kerr zerstörte das Auto am Donnerstagmittag bei einem Abflug so nachhaltig, dass Dalziel nicht mehr zum Fahren kam - der Test musste vorzeitig abgebrochen werden. Frentzen hat nach seiner Leistung beim Test ein unverbindliches Angebot, mit Prodrive-Aston-Martin Le Mans zu fahren. Aber er mochte sich noch nicht auf Anhieb entscheiden, sondern bittet sich noch Bedenkzeit aus.
