Start zum ADAC GT Masters
Start zum ADAC GT Masters © GTMasters.org
ADAC GT Masters
Wer schlägt die Lambos?
Von Oliver Runschke
08.05.2008 17:48:59
Das ADAC GT Masters glänzt in der zweiten Saison mit einem größeren Starterfeld, an der Spitze ist ein Duell zwischen Lamborghini und Ford zu erwarten.

Auch wenn das Starterfeld der ADAC GT Masters für die am kommenden Wochenende in Oschersleben beginnende Saison an Quantität zugenommen hat, stößt man bei der Suche nach den Topfavoriten weiterhin zuerst auf das Lager der Lamborghini Teams. Das liegt nicht etwa an der Überlegenheit der Gallardo, denn alle GT3 Renner fahren durch das FIA Reglement mehr oder minder auf einem Level. Ausschlagend sind die sehr homogenen Fahrerpaarungen von Reiter und Argo. Die Premierensaison hat gezeigt dass sich die Teams und Piloten Hoffnungen auf Rennsiege machen können, deren Piloten auf einen Speed Level fahren. Da zwei Profis auf einem Fahrzeug mit Zusatzgewichten belegt werden, besteht die Kunst darin einen Profi mit einem schnellen Amateur zu paaren und schließlich das ganze auch noch zu finanzieren. Diese Aufgabe haben wie schon in der letzten Saison sowohl Reiter Engineering wie auch Argo Racing gut gelöst.

Ganz oben auf der Liste der Favoriten steht Meister Christopher Haase, der in dieser Saison gemeinsam mit Vize Champion Albert von Thurn und Taxis antritt. Haase startet nach dem Titelgewinn nun in der Profi Gruppe und hat bereits im letzten Jahr gezeigt das er sich hinter dem GT Establishment nicht zu verstecken braucht. Albert von Thurn und Taxis steht seinem Teamkollegen kaum nach, der junge Fürst gehörte in im letztem Jahr durchweg zu den schnellsten in der Amateur Gruppe.

Teaminterne Konkurrenz bekommen Haase / von Thurn und Taxis durch Haases letztjährigen Teamkollegen Gianni Morbidelli. Der ehemalige Grand Prix Pilot fährt in Oschersleben gemeinsam mit dem Niederländer Dennis Retera. Im dritten von Reiter Engineering eingesetzten Gallardo dreht in Oschersleben Mike Hezemans am Lenkrad, der Stammpilot Jan Lammers vertritt. Hezemans ist bekanntlich auf allen blitzschnell, was nur aus der Entfernung wie ein GT aussieht, sein Partner Marius Ritskes wird den Speed des FIA GT Rekordstarters aber nicht mitgehen können.

Das in Belgien beheimatete Lamborghini Team Argo Racing hat für die zweite Saison auf zwei Gallardo aufgerüstet. Frank Schmickler und Sebastian Asch bilden die Argo Speerspitze, im zweiten Argo Lambo startet der unverwüstliche Harald Becker zusammen mit Frank Kechele.

Auf der Hut sein müssen die insgesamt sechs Lambo vor den beiden Matech Ford GT. Die beiden spektakulären Flachmänner amerikanischer Herkunft sind für den Saisonauftakt bestens besetzt. Marc Hennerici und Kenneth Heyer gehen in einem Ford auf die Titeljagd, den zweiten steuern in der Magdeburger Börde GT3 Vizeeuropameister Jürgen von Gartzen und Matech Testfahrer Thomas Mutsch.

Das mit acht Fahrzeugen größte Kontingent im GT Masters Starterfeld stellt Porsche, aufgeteilt in je vier neuentwickelte „Cup S“ Modelle (Mühlner Motorsport, Heico) und vier „Standart 997 Cup (Jörg van Ommen Autosport, G-Private Racing und das VIP Auto von Schnabl Engineering). Eine Fahrerpaarung die verdächtig nach Sieg riecht hat Bernhard Mühlner für den Saisonauftakt zusammengestellt. In einem seiner drei Porsche starten die beiden Bergmeister Brüder Jörg und Tim. Da allerdings die Kombination von Porsche Werksfahrer Jörg und Mühlner EM Stammpilot Tim Bergmeister nicht so ganz der gewünschten Definition von Profi / Amateur Fahrerpaarung entspricht, müssen die beiden schnellen Brüder aus Langenfeld wohl mit Zusatzgewicht im Porsche starten. Während die Fahrer für den zweiten Porsche von Bernhard Mühlner noch nicht feststehen, teilt sich der Niederländer Ronald van der Laar den dritten Mühlner Porsche im laufe der Saison wechselweise mit Jeroen, Michael oder Sebastian Bleekemolen.

Mit auf der Liste der stärksten Porsche Teams sollte man auch Heico Motorsport mit Frank Stippler und Dirk Ebeling haben. Während Stipplers Fähigkeit, einen Cup Porsche schnell zu bewegen, über jeden Zweifel erhaben ist, fehlen Partner Ebeling aber nach einigen Jahren im Historischen Rennsport noch Testkilometer im neuem GT3 Porsche.

Für Rennsiege gut sein dürften die Corvette Z.06 GT3, von denen Toni Seiler Racing, MM Racing und G-Private Racing insgesamt vier Exemplare in die Schlacht schicken. Die beiden Tschechen Martin Matzke und Jiri Skula (MM Racing) waren bereits in der Vergangenheit für Top Platzierungen gut. Allerdings nur wenn die Technik des US Muscle Cars hielt und das war des Öfteren mal nicht der Fall. Toni Seiler, der mit seinem Sieg am Lausitzring im letzten Jahr als erster die Lambo Dominanz brechen konnte, tritt im eigenem Team zusammen mit Oliver Mayer an. Interessant ist die von G-Privat Racing eingesetzte Corvette, dort hat sich der Österreicher Alois Meir in Form des Vizeeuropameisters Luca Pirri prominente Unterstützung ins Cockpit geholt.

Schwer einzuschätzen sind dahingegen die drei Kessel Ferrari F430 und die beiden Hexis Racing Aston Martin. Insider halten den von Kessel entwickelten Ferrari für den schnellsten GT3 Renner, die Fahrerpaarungen sind allerdings nicht so hochkarätig wie die der Lamborghini oder Ford Teams. Kurzfristig hat der ehemalige Seat WTCC Pilot Peter Terting für Oschersleben einen Platz im Kessel Ferrari an der Seite von Freddy Kremer gefunden. Die Kombination Terting/Kremer avanciert so zum stärken Ferrari Duo für die beiden 60 Minuten Rennen. Ähnliches wie für die Ferrari gilt für die beiden Aston Martin DBRS9 von Hexis Racing. Dort dreht zwar das Nachwuchstalent Thomas Accary am Steuer, über dem Speed der drei übrigen Piloten schwebt aber eher ein Fragezeichen.

Ein besonders Zünglein an der Ware werden allerdings die für diese Saison neu eingeführten Platzierungsgewichte sorgen. Ballast gibt es für die ersten drei, jeder Rennsieger wird mit 40kg belohnt. Die maximale Zuladung beträgt 100kg, Gewicht abgebaut werden kann ab Platz vier, allerdings maximal 40kg pro Rennwochenende. Zum tragen kommen die Zusatzgewichte ab dem zweitem Rennwochenende im Rahmen des 24h Rennen am Nürburgring. Richtig spannend wird die Sache mit dem Ballst dann bei der dritten Veranstaltung am Norisring. Dann kämpfen die teilweise dann schon reichlich beladenenen und ohnehin schon nicht leichtgewichtigen GT3 Renner in Nürnberg im Rahmen der DTM um Punkte.

1 Reiter Engineering GER Christopher Haase GER Albert von Thurn & Taxis GER Lamborghini Gallardo GT3 GT3
2 Reiter Engineering GER Gianni Morbidelli ITA Dennis Retera NED Lamborghini Gallardo GT3 GT3
3 Argo Racing BEL Frank Schmickler GER Sebastian Asch GER Lamborghini Gallardo GT3 GT3
4 Argo Racing BEL Harald Becker GER Frank Kechele GER Lamborghini Gallardo GT3 GT3
5 Matech GT Racing SUI Marc Hennerici GER Kenneth Heyer GER Ford GT GT3
6 Matech GT Racing SUI Jürgen von Gartzen GER Thomas Mutsch GER Ford GT GT3
11 Reiter Engineering GER Marius Ritskes NED Mike Hezemans NED Lamborghini Gallardo GT3 GT3
14 Mühlner Motorsport BEL Jörg Bergmeister GER Tim Bergmeister GER Porsche 997 GT3 Cup S GT3
15 Mühlner Motorsport BEL TBA
TBA
Porsche 997 GT3 Cup S GT3
16 Mühlner Motorsport BEL Ronald Van De Laar NED Jeroen Bleekemolen NED Porsche 997 GT3 Cup S GT3
18 Toni Seiler Racing SUI Toni Seiler SUI Oliver Mayer GER Corvette Z.06 GT3 GT3
19 Toni Seiler Racing SUI Hans Hauser SUI Mauro Casadei ITA Corvette Z.06 GT3 GT3
22 Kessel Racing Schweiz SUI Freddy Kremer GER Peter Terting GER Ferrari F430 GT3 GT3
23 Kessel Racing Schweiz SUI Thomas Wille LIE Carsten Welpmann GER Ferrari F430 GT3 GT3
24 Kessel Racing Schweiz SUI Paul Warren GBR Chris Hyman GBR Ferrari F430 GT3 GT3
27 Schnabl Engineering GER Christoph Langen GER Sven Hannawald GER Porsche 997 GT3 Cup GT3
28 JvO Autosport GER Manuel Lauck GER Jens Richter GER Porsche 997 GT3 Cup GT3
29 Hexis Racing FRA Julien Rodrigues FRA Thomas Accary FRA Aston Martin DBRS9 GT3
30 Hexis Racing FRA Phillipe Dumas FRA Manuel Rodrigues POR Aston Martin DBRS9 GT3
31 MM Racing CZE Martin Matzke CZE Jiri Skula CZE Corvette Z.06 GT3 GT3
33 Heico Motorsport GER Dirk Ebeling GER Frank Stippler GER Porsche 997 GT3 Cup S GT3
38 G-Private-Racing GER Alois Meir AUT Luca Pirri ITA Corvette Z.06 GT3 GT3
39 G-Private-Racing GER Otto Dragoun AUT Alex Guillaume Ellinger AUT Porsche 997 GT3 Cup GT3
40 G-Private-Racing GER Jörg Peham AUT Mathias Schmitter AUT Porsche 997 GT3 Cup GT3
44 MRP-Motorsport GER Michael Raja GER Rainer Stiefel GER Lamborghini Gallardo GT3 GT3

 

 




RSS