Von Christian Eichenberger
Adrian Sutil hofft in Monza auf ein weiteres Spitzenergebnis. Seine Zukunft wird sich kaum vor Ende September entscheiden.
Adrian Sutil schwebt auf Wolke 7. Der Force-India-Kutscher hat auf der fahrerisch anspruchsvollen Strecke in Spa-Francorchamps erneut eine Duftmarke gesetzt. Fehlerfrei und aus eigener Kraft fuhr der Deutsche auf Platz 5. In 13 Rennen hat Sutil nun acht Mal gepunktet. In der WM liegt er vor Michael Schumacher auf P9.
Unter regulären Bedingungen hatte Sutils Stallgefährte Vitantonio Liuzzi erst einmal die Nase vorn – in Montreal. Klar, dass der Wahlschweizer darauf drängt, eine stärkere interne Messlatte zu kriegen. Ein Robert Kubica bei Renault oder ein Nick Heidfeld bei Force India kämen dem langen Bayer entgegen. Vor grossen Namen im selben Team braucht er sich nicht zu verstecken. 2005 in Spa bezwang Sutil in der Formel 3 keinen geringeren als Lewis Hamilton.
Doch im Moment ist noch Geduld gefragt. Eine Entscheidung fällt frühestens Ende September. Falls Sutil bei Force India bleibt, was einer 50-Prozent-Chance gleichkommt, bereitet er sich eben erst 2011 auf den grossen Absprung in ein Topteam vor. Dann kommt nämlich wieder mehr Schwung ins Transfergeschäft als in diesem Jahr. Doch solange Force India solche Leistungen aus dem Hut zaubert (2011 kommt KERS von Mercedes dazu), ist Adrian bei den Indern gut aufgehoben.
Für Monza rechnet Sutil mit einer weiteren Steigerung. Der in Belgien erstmals eingesetzte durch Auspuffgase angeblasene Diffusor hat noch nicht das gebracht, was man sich erhofft hat. «Da liegt noch mehr Potenzial drin», peitscht Sutil sein Team nach vorne. Gelingt ihm gegenüber 2009 eine Steigerung (P4), steht Sutil am Wochenende zum ersten Mal in seiner F1-Karriere auf dem Podest.
Autor: Christian Eichenberger







