Diesmal hielt das Auto - im dritten Anlauf gelang Sebastian Vettel der erste Saisonsieg vor Teamkollege Mark Webber und Nico Rosberg im Mercedes
Beim Großen Preis von Malaysia drohte der Regen, doch obwohl es am Himmel immer dunkler wurde, war das Rennen auf der Rennstrecke vor den Toren Kuala Lumpurs ein trockenes Rennen. Dennoch wurde den Fans ein spannendes Rennen geboten, nicht zuletzt deshalb, weil die McLaren-Mercedes- und Ferrari-Piloten nach einer verkorksten Qualifikation das Feld von hinten aufrollen mussten.
Mit Entschlossenheit startete Sebastian Vettel das Rennen, stürmte vom dritten Startplatz in Führung und gab diese - von der Boxenstoppphase einmal abgesehen - bis zum Ende des Rennens nicht mehr ab. Dieses mal hielt auch die Technik, auch wenn das Team schon in der Einführungsrunde Vettel bat, auf den Motor zu achten, da dieser das "grüne" Temperaturfenster überschritt.
Hinter dem Deutschen überquerte Teamkollege Mark Webber die Ziellinie auf dem zweiten Rang. Red Bull Racing konnte ein entspanntes Rennen fahren, denn die harte Konkurrenz war von zu weit hinten gestartet, als dass sie eine Konkurrenz darstellen konnte. Auch Nico Rosberg, der als Dritter das erste Podium für Mercedes GP holte, hatte keine Chance.
In die Punkte kamen ebenfalls Robert Kubica im Renault auf dem vierten Rang vor Adrian Sutil im Force India, Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes, Felipe Massa im Ferrari, Jenson Button im McLaren-Mercedes, Jaime Alguersuari im Toro Rosso und Nico Hülkenberg im Williams.
Ohne Punkte blieben Sébastien Buemi auf dem zwölften Rang sowie Michael Schumacher, der mit technischem Defekt ausrollte sowie Timo Glock im Virgin, der nach einem misslungenen Überholmanöver ausschied. Pech hatte auch Fernando Alonso, der im Ferrari kurz vor Rennende mit technischem Defekt ausschied.
Am Start des Rennens konnte sich Sebastian Vettel an Mark Webber vorbeikämpfen, dem auch kein Konter mehr gelang. Hinten im Feld gelang es den Ferrari- und McLaren-Mercedes-Piloten innerhalb weniger Kurven direkt in das Mittelfeld vorzustoßen.
Die Reihenfolge nach den ersten beiden Runden: Vettel vor Webber, Rosberg, Kubica, Sutil, Schumacher, Hülkenberg, Liuzzi, Petrov und Kobayashi auf dem zehnten Rang. Hamilton Zwölfter, Massa 14. vor Button und Alonso. Glock 19.
Pedro de la Rosa blieb bereits auf der Runde zur Startaufstellung stehen und musste dem Rennen als Zuschauer beiwohnen. Timo Glock musste seinen Virgin nach einem missglückten Überholmanöver an Jarno Trulli nach einer Kollision in der dritten Runde abstellen. In der neunten Runde war auch das Rennen für den zweiten Sauber-Piloten gelaufen - Kamui Kobayashi musste sein Auto auf der Strecke abstellen.
In der zehnten Runde wurde Lewis Hamilton die schwarz-weiße Flagge gezeigt. Der McLaren-Mercedes-Pilot war am Ende der Start- und Zielgerade Zickzacklinien gefahren, um seine Position gegen Vitaly Petrov zu verteidigen. Für dieses Verhalten sprach die Rennleitung eine Verwarnung aus.
Unterdessen suchte Jenson Button die Box auf und Michael Schumacher stellte in der zehnten Runde seinen Mercedes neben der Strecke ab, nachdem ihm hinten links die Radaufhängung gebrochen war. Der Deutsche hatte Glück, dass er zuvor in einer schnellen Rechtskurve nicht die Kontrolle über sein Auto verlor. In der 13. Runde musste auch Vitantonio Liuzzi sein Auto nach langsamer Fahrt zurück an die Box mit technischen Problemen abstellen.
Die Abstände nach 15 von 56 Runden: Vettel 1,4 Sekunden vor Webber, 7,0 vor Rosberg, 8,8 vor Kubica, 12,7 vor Sutil, 21,0 vor Hamilton, 27,7 vor Alguersuari, 29,2 vor Massa, 31,0 vor Alonso, 45,5 vor Button und 48,7 vor Hülkenberg auf dem elften Rang. Buemi mit +52,1 auf Rang 13.
In der 23. Runde suchte Nico Rosberg auf dem dritten Rang liegend die Box zum Reifenwechsel auf - und kehrte vor Kubica wieder auf die Strecke zurück. Am Ende der 23. Runde kam auch der führende Vettel an die Box und kehrte ganz knapp vor Hamilton wieder auf den Kurs zurück. Eine Runde später kam Teamkollege Webber an die Box. Der Australier fiel im Gegensatz zu Webber zunächst hinter Hamilton zurück, da bei seinem Stopp vorne links das Rad klemmte.
Erst in der 31. Runde suchte Hamilton die Box auf - und kehrte ganz knapp vor Teamkollege Button wieder auf die Strecke zurück. Mit frischen weichen Reifen konnte der Ex-Weltmeister deutlich auf die Konkurrenz aufholen und schloss schnell auf den vor ihm fahrenden Sutil auf. In der 37. Runde kam Alonso zum ersten Stopp und kehrte auf der neunten Position auf die Strecke zurück.
Die Abstände nach 40 Runden: Vettel 2,7 Sekunden vor Webber, 16,4 vor Rosberg, 20,7 vor Kubica, 24,2 vor Sutil, 24,7 vor Hamilton, 30,1 vor Button, 30,4 vor Massa, 36,4 vor Alonso und 51,7 Sekunden vor Alguersuari auf dem zehnten Platz. Dahinter Nico Hülkenberg mit 58,3 Sekunden Rückstand.
In der 44. Runde schnappte sich Felipe Massa Jenson Button am Ende der Start- und Zielgerade. Dahinter Fernando Alonso, der das Rennen über mit einem Problem am Auto kämpfte, das beim Runterschalten klang, als würde etwas leicht blockieren.
Die Reihenfolge fünf Runden vor dem Ende des Rennens: Sebastian Vettel vor Mark Webber, Nico Rosberg, Robert Kubica, Adrian Sutil, Lewis Hamilton, Felipe Massa, Jenson Button, Fernando Alonso und Jaime Alguersuari auf dem zehnten Rang. Nico Hülkenberg vor Sébastien Buemi Elfter. In der vorletzten Runde schied Fernando Alonso mit technischem Defekt ausrollte.
Ausführlicher Rennbericht folgt an dieser Stelle in Kürze







