| Nico Hülkenberg freut sich auf seine erste F1-Saison |
Formel 1
Hülkenberg erwartet keine Schonfrist
Nico Hülkenberg weiss, dass er als auch Formel 1 Neuling von Beginn an Leistung zeigen muss.
In seiner bisherigen Karriere war Nico Hülkenberg immer von Anfang an ganz vorne mit dabei. Formel BMW-Meister im ersten Jahr, Meistertitel der A1-Grand Prix Serie, Formel 3-Euroserie-Meister 2008 und im vergangenen Jahr holte der Deutsche auf Anhieb die Meisterschaft in der GP2. Dass er auch in Formel 1 in seinem Debütjahr Meister werden kann, erwartet der 22-jährige zwar nicht, trotzdem weiss er, dass er sich auch in der Königsklasse vom ersten Rennen an beweisen muss.
«Das ist natürlich das Ziel. Keiner sagt,
dann man die ersten fünf Rennen Zeit hat, um auf Tempo zu kommen
und Leistung zu zeigen. Man muss von Anfang an gut sein», sagt
Hülkenberg. «Williams erwartet von mir, dass ich einen
guten Job mache, dass ich schnell fahre und Ergebnisse bringe. Sie
hätten mich nicht verpflichtet, wenn sie nichts von mir erwarten
würden», erklärte er. «Sie haben nicht gesagt,
wie die Ergebnisse bezüglich Platzierungen und Punkte aussehen
sollen, aber die Erwartungen sind immer da.»
Letzte
Woche hat Hülkenberg in Valencia seine ersten Runden im FW23
gedreht, die nächsten Tests folgen diese Woche. Trotz der durch
das Reglement limitierten Testzeit vor der Saison geht der
Williams-Pilot aber davon aus, dass er für das erste Rennen in
Bahrain am 14. März gut gerüstet sein wird.
«Ich
bin viel selbstbewusster und fühle mich bereit für die
Formel 1», sagte er im Hinblick auf 2010. «Das Jahr in
der GP2 hat mir sehr geholfen und ich habe mich in allen Punkten
verbessert. Ich habe das Jahr genossen und fühle mich definitiv
bereit für diese grosse Aufgabe.»
Vergangene Saison
hätte er nicht erwartet, in der GP2 ganz vorne dabei zu sein und
hätte ein viel schwierigeres Jahr erwartet, sagte er weiter.
«Aber es wurde dann sehr gut – und die zweite Hälfte der
Saison war mega. Wenn ich mich jetzt so schnell anpassen kann wie in
der GP2, dann wird es gut. Die Testfahrten vor dem ersten Rennen sind
zwar sehr wenig, aber ich werde mein Bestes geben, um so schnell wie
möglich bei der Musik zu sein.»
Dank Michael
Schumacher werde sich auch das Medieninteresse an ihm in Grenzen
halten, vermutet Hülkenberg. Ein Umstand, der für ihn nur
positiv sein könne. «Auf ihm liegt sicher das
Hauptinteresse, aber ehrlich gesagt, ist das für mich im Moment
ganz gut. So kann ich mich auf das Fahren und die Arbeit mit dem Team
konzentrieren. Er bekommt das grosse Medieninteresse und darüber
bin ich recht glücklich», erklärt er.
Weiterhin
würde ihm sicher auch die Erfahrung seines Teamkollegen Rubens
Barrichello eine grosse Hilfe sein, glaubt Hülkenberg. «Wir
sind sehr glücklich Rubens zu haben. Wenn man mit ihm im
Debriefing sitzt, dann merkt man sehr genau, wieviel Erfahrung er
hat. Es ist wirklich gut, ihn zu haben.»
