| Kawasaki in der IDM: Vielleicht gibt´s ein Wiedersehen |
Das IDM-Reglement der Klassen Supersport und Superbike ist eindeutig. Jeder Hersteller, der seine Motorräder bei den IDM-Rennen auf der Strecke sehen will, muss einen finanziellen Obolus an den Pool leisten. Zahlt ein Hersteller nicht, dürfen selbst privat eingesetzte Motorräder dieser Marke nicht in der IDM fahren.
Kawasaki Deutschland hatte nach
Vorgaben seiner Europazentrale das IDM-Engagement ab 2009 für
beendet erklärt. Hauptsächlich betroffen von dieser
Entscheidung der «Grünen» sind das Team BMR, das
Team Schnock und das Team Kawasaki sP. Sollten diese Mannschaften
jedoch weiterhin eine Kawasaki in der IDM einsetzen wollen, möchte
ihnen Jürgen Naue, Sales- und Marketingleiter der deutschen
Kawasaki-Zentrale, keine Steine in den Weg legen.
«Doch
entschieden ist noch nichts», bestätigt Naue. «Auch
wenn ich mich darüber wundern musste, dass in der Presse unser
Pool-Beitrag schon als sicher verkündet wurde. Der DMSB hat uns
noch nicht angesprochen. Bis zur Intermot wollen wir uns festlegen.
Momentan führen wir Gespräche mit den in Frage kommenden
Teams. Das Budget für den Pool müssen wir dann irgendwo
auftreiben. Aber wir haben schon schwierigere Situationen
bewältigt.»
Beim IDM-Finale auf dem Hockenheimring
nahm der Abschied von Kawasaki ein fast filmreifes Ende. Mit
Sebastien Diss in der Klasse Supersport und mit Gwen Giabbani in der
Klasse Superbike wurde die letzten Rennen der IDM 2008 von
Kawasaki-Piloten gewonnen.
«Freude und Schmerz haben sich die Waage gehalten», erklärt Naue. «Es ist ein Beweis dafür, dass wir nicht etwa deswegen aufgehört haben, weil wir nicht konkurrenzfähig sind. Der Rückzug hatte vielmehr finanzielle Gründe. Das tut natürlich doppelt weh.»
