Von Michael Schubert und Thomas Schiffner
Mit Stephan Katt, Matthias Kröger und Jörg Tebbe standen auf dem Weg nach Eenrum beim Europameisterschafts-Halbfinale in Werlte nur Deutsche auf dem Podium
Für die beiden Motorradprofis des MSC Brokstedt, Stephan Katt und Matthias Kröger, wurde das Halbfinale der Grasbahn-Europameisterschaft zu einem einzigartigen Triumphzug. Vor mehr als 4000 Zuschauer auf dem Hümmlingring in Werlte (Niedersachsen) bestimmten die beiden Schleswig-Holsteiner das Geschehen ganz souverän und setzten sich gegen die übrigen 17 Konkurrenten eindrucksvoll durch. In einem international besetzten Fahrerfeld sicherte sich Stephan Katt allein vier Laufsiege und belegte am Ende mit einem 20-Punkte-Maximum den ersten Platz.
„Ich habe mich perfekt vorbereitet“, so der „Catman“ aus Neuwittenbek bei Kiel. Aufgrund der letzten eher enttäuschenden Ergebnisse in der laufenden Langbahn-Weltmeisterschaft schien der Auftritt des 32-Jährigen wie ein persönlicher Befreiungsschlag. Besondere Motivation schöpfte Katt zuvor aus dem Auftritt von Martin Smolinski. Dieser hatte dem Publikum vor dem Rennen in einem Stadioninterview vollmundig angekündigt, eine ganz besondere Vorstellung bieten zu wollen und dass er seinen Europameisterschaftstitel sicher verteidigen würde. Smolinski verzichtete dabei sogar weitgehend auf das freiwillige Training in Werlte, welches hingegen von Katt und Kröger voll ausgeschöpft wurde.
Smolinski stürzte in seinem 2. Vorlauf und musste ins B-Finale einziehen, aus dem sich nur die ersten 5 für das EM-Finale am 19. August in Eenrum qualifizierten. Das B-Finale gewann er dann jedoch vor Jeffrey Woortman und Paul Cooper.
Den markigen Worten Smolinski lies Stephan Katt im Rennen die entsprechenden Taten folgen. Nach extrem guten Starts gerieten die Laufsiege für den „Catman“ in keinem seiner vier Rennen in irgendeiner Weise in Gefahr. Ähnlich souverän fiel der Auftritt von Katts Brokstedter Teamkollegen Matthias Kröger aus. Eindrucksvoll sicherte sich der Bokeler (Kreis Pinneberg) mit 18 Punkten den zweiten Rang in der Endabrechnung vor Jörg Tebbe (16 Zähler).
Aufgrund von technischen Störungen musste der letzte Lauf des Renntages gestrichen werden, hatten starke Regenfälle am Vormittag doch die Flutlichtanlage derart in Mitleidenschaft gezogen, dass es immer wieder zu Ausfällen einzelner Lichtmasten kam und die Sicherheit der teilnehmenden Fahrer nicht mehr gewährleistet wurde. „Die Verantwortlichen des MSC Werlte haben viel geleistet. Der Einsatz kann nicht hoch genug bewertet werden,“ lobte Stephan Katt nach der Siegerehrung das Engagement des Teams vom Hümmlingring. In der Tat hatten Josef Hukelmann und seine Mannschaft ganze Arbeit geleistet, den widrigen Witterungsverhältnissen getrotzt und einen perfekten und unterhaltsamen Rennabend organisiert.
Für Matten Kröger bedeutet der Erfolg im EM-Seminfinale eine perfekte Einstimmung auf das anstehende Speedway-Bundesliga-Rennen am kommenden Wochenende. Am Sonntag will Kröger als Mannschaftskapitän des MSC Brokstedt sein Team zum Sieg gegen die Diedenbergen „Rockets“ führen. Der Start auf dem Holsteinring in Brokstedt erfolgt um 14.00 Uhr.
Autor: M. Schubert u. Th. SchiffnerEinmal Werlte.
IMMER wieder WERLTE.
Ich war vor Ort.
Eine Top Veranstaltung.
Mfrgr
Jan van Es Video Report Holland (seit 1975)







