Stephan Katt erbte den Grand-Prix-Sieg durch eine strittige Schiedsrichterentscheidung. Fotoserie entlastet Riss.
Auf unserem Teaserbild fährt Gerd Riss mit dem Hinterrad exakt auf der weissen Linie, um Joonas Kylmäkorpi zu überholen. Aber dies Aktion geschah in Lauf 6 und nicht im Finale, in dem der Titelverteidiger in Pfarrkirchen von Refereé Pavel Vana wegen angeblichen Überfahrens der Linie mit zwei Rädern in der ersten Kurve disqualifiziert wurde.
Unsere Fotoshow zeigt, dass Riss in keiner Phase des Finalrennens in der ersten Kurve mit dem Hinterrad der Linie so nahe war wie in Heat 6.
Stephan Katt, eindeutig einer der drei stärksten Fahrer im Auftakt-GP (mit Pijper und Riss), war der Profiteur der Schiedsrichter-Entscheidung. Der „Catman“ dazu: „Ich habe es nicht gesehen, ob Gerd drüber war. Wenn die Disqualifikation rechtens ist, dann ist es mir egal, dass ich so gewonnen habe. Ist sie nicht rechtens, ist es natürlich ein blödes Gefühl für mich. Aber so etwas passiert im Sport. Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern gibt es im Fussball und überall. Ich kann nur so viel sagen: Es war eine absolut geile erste Ecke, die Gerd und ich gefahren haben. Ich habe das Loch zugemacht. Aber ich habe ihm immer noch etwas Platz gelassen. Ob das Hinterrad über der Linie war, oder nicht, kann ich nicht beurteilen.“
Katt ging sofort nach Riss´ Disqualifikation mit dem Weltmeister in die erste Kurve, um nach eventuellen Spuren zu suchen. Warum? – „Eigentlich ginge mich das nichts an. Aber ich bin ein fairer Sportsmann. Ich hätte es anerkannt, wenn der Innenraum eindeutig frei von Spuren gewesen wäre. Aber bei dieser Witterung konnte man jetzt gar nichts mehr erkennen.“
Katt geht mit fünf Punkten Vorsprung auf Riss und Kylmäkorpi in den zweiten Grand Prix am 12. Juni nach St. Macaire. Eines ist klar: In dieser Form bleibt der Schleswig-Holsteiner mit den Motoren von Matthias Kröger so oder so ein ganz heisser Titelkandidat.
Na ja, besser als auf der Fotoserie kann man eine Schiedsrichter Fehlentscheidung wohl nicht deutlicher machen. Der tschechische SR hätte sich halt die Mühe machen sollen und die Fotos gleich nach dem Rennen anschauen (waren ja in Pfarrkirchen bereits da ) und dann seine Entscheidung wieder zurücknehmen,dann hätte er Stärke bewiesen. Aber so sind sie halt die Funktionäre (so ist es und so bleibt es ) ist deren Motto. Vielleicht möchte er den Grand Prix aber auch spannender machen und den Gerd Riss nicht schon wieder auf und davon ziehen lassen. Sei es wie es ist und wünschen wir uns von Schiedsrichtern auch mehr Fair Play. Wünsche trotzdem allen Fans eine tolle Saison und den Fahrern einen verletzungsfreie und fairen Verlauf für die gesamte Saison.


















