Eisspeedway-WM: "Fall“ Serenius: Landestrainer tritt zurück

Von MSa-Reporterin Jacqueline Seidlitz
Nach dem "freiwilligen“ Rückzug des erfolgreichsten schwedischen Eisfahrers Per-Olof Serenius aus der WM hat nun der viel kritisierte Landestrainer Peter Jansson die Konsequenzen gezogen.

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Eisspeedway-WM
Foto: Schröer

Nach persönlichen Anfeindungen warf Landestrainer Peter Jansson das Handtuch

Nach persönlichen Anfeindungen warf Landestrainer Peter Jansson das Handtuch

Peter Jansson, der seit drei Jahren das Amt als Landestrainer der schwedischen Eisspeedwayelite ausgeübt hat, hat gestern (Montag) mit sofortiger Wirkung bei der schwedischen Förderation SVEMO seinen Rücktritt eingereicht. Nach den Querelen der letzten Wochen bezüglich der Nominierung sowohl von Stefan Svensson als auch von Posa Serenius für die WM-Qualifikationsrunde in Lukhovitsy (Russland) gab es harte Kritik am 40-jährigen Landestrainer. Serenius selbst übte auch Kritik gegen Janssons Entscheidung, dass er zwei der besten schwedischen Fahrer in die WM-Qualifikationsrunde nominiert hatte, aus der sich nur vier Fahrer für die WM-Finalrunden qualifizieren können.

Serenius hatte sich, nachdem es zwischen ihm und Jansson keine Einigung gab, gegen die Teilnahme an der Eisspeedway-Weltmeisterschaft 2012 entschieden und seinen Startplatz zurückgegeben.

Gegenüber der nationalen Presse äusserte sich Peter Jansson dahingehend, dass er in den vergangenen drei Jahren hart dafür gearbeitet habe, den schwedischen Eisspeedwaysport wieder populärer zu machen. Man hätte neue Veranstalter gewinnen können und auch im Nachwuchsbereich talentierte neue Fahrer zu fördern. Natürlich ist bei der Position als Landestrainer und den damit verbundenen Entscheidungen seinerseits nicht immer nur mit positiven Reaktionen zu rechnen gewesen, aber was sich in den letzten Wochen abgespielt habe, ginge eindeutig zu weit. Von vielen Seiten wurde er hart kritisiert wegen der Nominierungsentscheidung. Es gab persönliche, verbale Angriff von einigen Personen. Hinzu kamen böse Beleidigungen bis hin zu anonymen SMS.

Bis zu einem gewissen Grad sah Peter Jansson sich in der Lage, die Kritik anzunehmen und dazu Stellung zu nehmen, aber mittlerweile habe es Ausmasse angenommen, die er nicht mehr dulden würde, vor allen Dingen auch dann nicht, wenn es in Richtung seiner Familie ginge. Somit habe er nun die Konsequenzen gezogen und mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt vom Amt des schwedischen Eisspeedway-Landestrainers bekannt gegeben.

Autor: Jacqueline Seidlitz
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