Moto2: Neukirchner: "Der Ring wäre fast abgebrannt"

Der Sachse aus dem MZ-Team ärgert sich immer noch über sein Pech, wenigstens bestätigte sich der Verdacht auf einen Knochenbruch nicht

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Der Deutsche Max Neukirchner hat sich beim Sturz einen Finger verletzt
Foto: MZ

Max Neukirchner: Die Enttäuschung war ihm anzusehen

Max Neukirchner: Die Enttäuschung war ihm anzusehen

Nach einem Superstart hatte sich Max im Moto2-Rennen auf dem Sachsenring bereits auf die siebente Position vorgearbeitet und wollte gerade Aleix Espargagro überholen, als dieser direkt vor ihm stürzte.

Ring brannte fast ab
Der Stollberger konnte nicht mehr ausweichen und musste daraufhin zu Boden. Erste Befürchtungen, Neukirchner hätte sich am Handgelenk verletzt, bewahrheiteten sich zum Glück nicht. Max kam mit Prellungen und Schürfwunden noch relativ glimpflich davon.

"Was soll ich sagen, ich bin masslos enttäuscht. Am Freitag hatten wir noch einige Probleme auszusortieren. Am Samstag konnten wir im Qualifying glänzen, und alles lief nach Plan. Als ich kurzzeitig hinter Stefan auf dem zweiten Platz war, dachte ich, die Fans brennen den Ring ab. Ein unglaubliches Gefühl", schildert Max.

Guter Start
"Am Sonntagmorgen im Warm-Up habe ich mich locker eingerollt und wusste um unsere Stärke im Rennen. Wir hatten ein sehr gutes Setup, welches mir ähnlich wie in Mugello erlaubt hätte, ab Rennmitte richtig zu pushen. Mein Start war gut, und ich konnte mich aus allen Scharmützeln raushalten. Danach bin ich schnell in Fahrt gekommen und wollte mir gerade Aleix zurechtlegen, als dieser per Highsider vor mir stürzte."

Der ehemalige Superbike-WM-Laufsieger musste gestehen: "Ich war machtlos und krachte frontal in sein Bike. Hoffentlich ist Aleix nichts Schlimmeres passiert. Mein Handgelenk wurde im Medical Center geröntgt, aber es gab Entwarnung. Ich will gar nicht darüber nachdenken, was im Rennen alles möglich gewesen wäre. Meine Pace wäre sicher für eine Platzierung unter den Top-Vier gut gewesen."

Freude über Fortsetzung
"Wir müssen die Sache jetzt schnell abhaken und nach vorne schauen. Wir haben am Wochenende gezeigt, wozu wir fähig sind und sollten dort in drei Wochen in Brno anknüpfen. Danke an meine Crew, die das ganze Wochenende einen super Job gemacht hat und jetzt wieder viel Arbeit hat, das Bike neu aufzubauen."

Der Lokalmatador ergänzt zudem: "Ich freue mich persönlich sehr darüber, dass der Deutschland-GP vorerst am Sachsenring bleibt. Für mich gibt es in Deutschland keine Alternative zum Sachsenring und den besten Fans der Welt. Es war ein unbeschreibliches Gefühl vor dieser Kulisse zu fahren."

Autor: Johannes Orasche
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Magazin Nr. 11 / 2010
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