Von MSa-Reporter Alex Hodgkinson
Die Gebrüder Julien und Cedric Lieber, die in der Motocross Weltmeisterschaft fahren, sind Belgier, aber ihre Muttersprache ist deutsch.
"Wir leben in Malmedy im französisch-sprechenden Teil des Landes, aber unsere Familie stammt aus einer kleinen deutschsprachigen Kommune an der Grenze zu Deutschland," erklärte Julien (17), der jüngere der beiden Brüder. "Wir sprechen natürlich auch französisch, aber zu Hause sprechen wir deutsch. Unser Vater war Hobbyfahrer und wir kamen, wie so viele, auf diesem Weg in den Sport, zuerst beim belgischen Amateurverband, und später bei der FMB."
Obwohl der ältere Bruder Cedric zwei Jahre älter ist, fuhren die Beiden immer in derselben Klasse: "Wir sind auch gemeinsam in die EM eingestiegen, nachdem Georges Jobe uns zur Seite stand, und im vergangenen Jahr sind wir in die WM aufgestiegen. Wir wollen einfach besser werden und das kann man nur, wenn man gegen die Besten fährt."
Cedric versuchte 2011 sein Glück in der MX1-WM, allerdings mit nur mässigem Erfolg - ein einziger Punkt beim GP Frankreich in St Jean D'Angely - während Julien die MX2-WM auf Rang 29 mit 24 Punkten beendet hat. In diesem Jahr wollten beide Brüder in der MX2-WM fahren und bekamen von Youthstream beide permanente Startplätze, aber leider musste Cedric bis jetzt auf seine Chancen verzichten: "Ich habe mir Ende Februar beim Interrennen in Lacapelle Marival eine Schulterverletzung zugezogen und weiss noch nicht, wann ich wieder fahren kann."
Julien zeigte schon beim WM-Auftakt in Valkenswaard/NL, dass er das Renntempo hat, um in die Punkte zu fahren, aber es kam nach seinen Problemen nicht dazu. Doch in Bulgarien am Wochenende fuhr er in Lauf zwei als 16ter ins Ziel und hat sich damit die ersten fünf Punkte des Jahres gesichert.
Das kleine KTM-Privatteam hat eine Reihe von Sponsoren an Land gezogen, aber zunächst sind die Eltern noch an der Reihe. Vater Roland betreibt eine Baufirma in Luxemburg und er und Mama Natalie stehen voll hinter ihrer beiden Söhnen.







