Max Nagl kämpft gegen die Zeit. Sein Ziel ist, in Teutschenthal zu starten!
„Es wird aber schwierig. Die ersten drei Tage nach der OP waren ganz schlimm, aber ich bin jeden Tag beim Physiotherapeuten gewesen und die Schmerzen lassen langsam nach. Trotzdem wird es für Teutschenthal ganz knapp“, so der MX1-Vizeweltmeister.
„Für das Podest reicht es auf keinem Fall, ich werde höchstens 60 bis 70 Prozent meiner Leistung bringen können. Es hat auch kein Sinn um Platz 20 herum zu fahren, mein Ziel muss Top Ten sein. Am kommenden Donnerstag werde ich Mountainbike auf dem Gelände als Test fahren. Wenn ich das nicht ohne Schmerzen machen kann, dann hat es keinen Sinn, überhaupt nach Teutschenthal zu fahren; es wäre dann besser im Therapie zu bleiben um mich so schnell wie möglich zu erholen.“
Der 22-jährige Oberbayer weiss, wie schnell das Blatt sich wenden kann und hat seine WM-Hoffnungen noch nicht aufgegeben. Kaum zu glauben, dass ihm jetzt 86 Punkte zur WM-Spitze fehlten, nachdem Nagl vor vier Wochen in Spanien kurz vor der Übernahme der WM-Führung stand.
„Die verlorenen Punkte in den letzten drei GPs sind echt ärgerlich. Es war so heiss in Amerika und ich habe gesehen, dass Toni (Cairoli), Alessi und Desalle zum Schluss schon müde waren. Ich dagegen habe schon im ersten Lauf meine Energie einigermassen aufgespart; ich hatte Mike schon überholt, aber dann ist das Vorderrad weggerutscht und ich habe mich im grünen Zaun verfangen“, so der Wahl-Belgier.
“Wir haben in der Pause nach Teutschenthal erst Halbzeit in der WM. Es kann noch viel passieren und die zweite Saisonhälfte wird die WM entscheiden.“
Wie Max Nagl schon erklärte, wird er in diesem Jahr kaum um den Sieg fahren können, aber, wenn der Test am Donnerstag positiv läuft, könnren auch die Fans ihren Beitrag leisten:
„Mit der Unterstützung der Fans und auf einer Strecke, die mir gefällt, ist immer mehr drin. Auf der Heimstrecke fährt jeder nochmals eine Sekunde schneller. Die Fans helfen viel. Wenn man merkt, dass man müde wird, kann man trotzdem weiter, weil die Fans alle so jubeln und schreien. Man bekommt nochmals einen Aufschwung davon. Und in so einem Kessel wie Teutschenthal, mit den Fans so nah dran, ist das noch krassder !“







