MotoGP: Suter und Edwards mit positivem Fazit

Ein hartnäckiges Chattering hielt Suter-BMW-Pilot Colin Edwards von besseren Rundenzeiten in Sepgan ab

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2012 MotoGP, Test, Sepang, Malaysia
Foto: Friedemann Kirn

Die Suter-BMW von Colin Edwards in Sepang

Die Suter-BMW von Colin Edwards in Sepang

Doch dieses Problem trat auch bei den meisten anderen MotoGP-Piloten mit der neuen Generation von Bridgestone-Reifen auf. Mit einem Bestwert von 2.04,722 gelang es dem “Texas Tornado” trotzdem, den Rückstand zum Feld der zwölf reinrassigen MotoGP-Werksmaschinen auf 2,5 Sekunden zu reduzieren – noch nicht genug, um voll konkurrenzfähig zu sein, aber dennoch ein ermutigender Beweis der jüngsten technischen Fortschritte.

Motor ist kein Problem
"Suter  und das Team haben tolle Arbeit geleistet. Ich fuhr hinter Valentino Rossi, Nicky Hayden und ein paar anderen Topfahrern her, um zu sehen, wie viel Power wir haben. Dabei hat sich herausgestellt: Unser Motorrad ist überraschend stark! Es ist nicht ganz so schnell wie die reinrassigen Werksmaschinen, doch der Speed ist da. Motor und Motorleistung sind nicht unser Problem, die BMW ist sehr gesund, was Pferdestärken angeht."

Edwards gestand: "Bei unseren ersten Probefahrten im Dezember in Jerez hatten wir ein paar Elektronikprobleme, die mittlerweile gelöst sind. Es ist sehr angenehm, wie die Techniker das Leistungsband hingebügelt haben. Mit diesem Teil bin ich mehr als zufrieden“, erklärte Edwards. „Womit wir Mühe haben, sind die neuen Bridgestone-Reifen, die aus Sicherheitsgründen eingeführt wurden. Dieser neue Reifen ist klar besser, was Traktion und Sicherheit auf den ersten paar Runden angeht. Doch wir haben nur den Hinter-, nicht den Vorderreifen getauscht."

Edwards weiss: "Nach meiner Erfahrung aus der Vergangenheit mit Michelin musst du auch den Vorderreifen tauschen, wenn du hinten die Auflagefläche erhöhst, sonst fängt das Fahrwerk zu rattern an. Und tatsächlich habe ich das schlimmste Chattering meines ganzen Lebens. Ich habe null Kurvenspeed! Ohne dieses Problem könnte ich mindestens 1,5 Sekunden schneller und locker Rundenzeiten um 2.03 Minuten fahren."

Viele Versuche
"Wir haben alles versucht, das Problem zu lösen, weichere und härtere Settings, verschiedene Hebelumlenkungen und Fahrwerksgeometrien, mehr, als ich je mit der Yamaha ausprobiert habe. Doch nichts machte einen Unterschied. Mein Gefühl ist, dass wir das Chassis modifizieren müssen. Die Schwinge ist großartig, der gesamte hintere Teil des Motorrads ist gut, doch die Vorderpartie fühlt sich etwas zu steif an!“

"Mit den Reifen von 2011 funktionierte unser Motorrad sehr gut, doch mit den Reifen der Generation 2012 bekommen wir Vibrationen", erklärte Alessandro Giussani, MotoGP-Projektleiter bei Suter Racing Technology. "Mit dem Rest des Motorrads ist Colin sehr zufrieden. Nach unserem kurzen Probelauf in Jerez im Dezember haben wir Chassis und Hinterradschwinge komplett neu gebaut, um für den größeren 24-Liter-Tank Platz zu schaffen."

Ausserdem verriet Giussani: "Wir haben eine neue Drosselklappe entwickelt, mit der sich die Leistungsentfaltung besser kontrollieren lässt. Bosch brachte eine neue, weiter verfeinerte Elektronik, und für alle Komponenten haben wir sofort ein gutes Basis-Set-Up gefunden, was ein sehr gutes Zeichen ist. Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, bis zum nächsten Test eine Lösung für die Chatteringprobleme zu finden."

So ist Rennsport
"Seit den Dezembertests haben wir viele Kinderkrankheiten an unserem neuen Bike behoben, doch mit der Einführung der neuen Bridgestone-Reifen ist ein neues Problem aufgetreten", erklärte Eskil Suter, Geschäftsführer von Suter Racing Technology.

"Doch so ist der Rennsport. Wir haben uns die höchste Klasse des internationalen Motorradsports nie einfach vorgestellt. Zum Glück stehen uns noch mehr als zwei Monate an Entwicklungszeit und Tests vor dem ersten Rennen zur Verfügung. Mit dem Können und der Erfahrung unserer Ingenieure werden wir auch diese Herausforderung bestehen!“"

Autor: MSa/ J. Orasche
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Magazin Nr. 11 / 2010
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