Am Pfingstmontag in Abensberg hat das Team Germany nach fünf Jahren die Chance, endlich wieder am Speedway World Cup teilzunehmen.
Die Aufgabe wird mehr als schwierig, obwohl die Deutschen am 24. Mai (Pfingstmontag, 14.00 Uhr) in Abensberg Heimvorteil haben. Nach dem Jahr 2005, als der heutige Teammanager René Schäfer noch selbst mitfuhr, hat es das deutsche Quintett nie mehr geschafft, sich für die Endrunde der Speedway-Team-Weltmeisterschaft unter den besten acht Mannschaften der Welt zu qualifizieren.
In Abensberg muss das DMSB-Team gegen Tschechien, Norwegen und Lettland gewinnen, da nur die Siegermannschaft am ersten Speedway World Cup Rennen (SWC) am 24. Juli in Gorzow/PL teilnehmen darf.
Norwegen ist krasser Aussenseiter, die Letten dürften ebenfalls zu schlagen sein, aber Tschechien stellt eine harte Nuss dar: Das Nachbarland bringt neben den beiden ehemaligen GP-Piloten bzw. Junioren-Weltmeister und Vizeweltmeister Ales und Lukas Dryml die Profis Matej Kus und Josef Franc an den Start.
Der deutsche Coach René Schäfer hat offiziell Martin Smolinski, Tobias Kroner, Kevin Wölbert, Christian Hefenbrock und Frank Facher nominiert, hält sich aber die Wahl aus insgesamt acht Fahrern offen: „Ich habe mit Max Dilger, Roberto Haupt und Thomas Stange vereinbart, dass ich sie Sonntag abend nach dem Training nachnominieren kann. Stange und Dilger werden am Montag auf jeden Fall in Abensberg Gewehr bei Fuss stehen, egal wie ich entscheide“, so Schäfer.
Hintergrund: Die Leistungen von Christian Hefenbrock und Tobias Kroner waren zuletzt sehr schwankend. Wegen der Vielzahl von Rennen über Pfingsten ist es nicht garantiert, dass alle fünf Stammfahrer am Montagmorgen gesund in Abensberg sind. Am Samstagabend ist Bundesliga in Landshut und der Speedway-Klassiker in Teterow. Sonntagabend der Pfingstpokal in Güstrow. Wölbert muss Sonntag für sein polnisches Team in Miskolc (Ungarn) fahren. Kroner könnte für Sonntag von Danzig angefordert werden und Frank Facher von seinem polnischen Club Poznan.
“Wenn ich die falschen Fahrer nominiere, gibt es viele Gewinner und einen Verlierer – das bin ich“, weiß Schäfer um die Schwere der Entscheidung. Zumal er am Sonntag im Training wahrscheinlich nur drei bis vier seiner acht vornominierten Fahrer in Abensberg auf der Bahn haben wird. „Den anderen Teams wird es nicht besser gehen“, so der Hesse. „Aber die Aufgabe wird sehr, sehr schwer werden.“
Teamaufstellungen Speedway World Cup Qualifikation II Abensberg/D – 24. Mai 2010
Norwegen (Helmfarbe rot):
Teammanager: Henrik Bauer Hansen
1 Kim Rudi Juritzen
2. Tord Solberg
3. Marius Røkeberg (Kapitän)
4. Stein Roar Pedersen
5. Patrick Herold
Tschechische Republik (Helmfarbe blau):
Teammanager: Milan Spinka
1 Ales Dryml (Kapitän)
2 Matej Kus
3 Lukas Dryml
4 Martin Malek
5 Josef Franc
Deutschland (Helmfarbe weiss):
Teammanager: René Schäfer
1 Martin Smolinski (Kapitän)
2 Tobias Kroner
3 Kevin Wölbert
4 Christian Hefenbrock
5 Frank Facher
Lettland (Helmfarbe gelb):
Teammanager: Nikolajs Kokins
1 Vyacheslav Gieruckis
2 Maksim Bogdanov
3 Jewgeni Karawackis
4 Leonid Paura
5 Kjastas Puodżuks (Kapitän)







