Speedway World Cup
Deutsche Nationalmannschaft startet am Sonntag in den World Cup
Von Gunnar Moehrke
Mit Smolinski, Dilger, Wölbert und Kroner kann das DMSB-Team in Herxheim mit seinem stärksten Quartett gegen Finnland, Lettland und Frankreich antreten.
Wenn am Sonntag um 14.00 Uhr auf der Speedwaybahn in Herxheim der Start für die Qualifikation zum World-Team-Cup erfolgt, gilt es für das deutsche Team von Beginn an voll da zu sein und eine Top-Leistung abzurufen. „Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass oftmals nur ein einzelner Zähler über Platzierungen entscheiden kann und von daher sind wir bereits im ersten Lauf gefordert um jeden einzelnen Punkt zu kämpfen“, erklärt Teamchef René Schäfer. 20 Einzelläufe werden am Renntag in Herxheim absolviert und in jedem startet ein Fahrer aus jedem Team. Nach allen Läufen werden die Punkte der Fahrer addiert und das Team mit den meisten Punkten gewinnt und zieht in den Speedway World Cup ein.
Für die deutsche Nationalmannschaft hat der Teamchef schon vor geraumer Zeit den Kader nominiert. „Durch das geänderte Reglement kommen in dieser Saison lediglich noch vier Fahrer einer Nation zum Einsatz, das hat unsere Auswahl weiter begrenzt“, erklärt Schäfer, „Schlussendlich habe ich mich entschlossen Martin Smolinski, Max Dilger, Tobias Kroner und Kevin Wölbert für Deutschland ins Rennen zu schicken. Auf Abruf stehen Christian Hefenbrock, Tobias Busch sowie Richard Speiser bereit.“ Auch die Aufstellungen des anderen Nationen stehen fest und im deutschen Lager rechnet man vor allem mit den Letten und den Finnen als Gegner: „Mit den Letten hatten wir es in der Vergangenheit schon des Öfteren zu tun. Im vergangenen Jahr haben sie uns bei der Paar-Europameisterschaft in Berghaupten das Leben extrem schwer gemacht. Mit diesem Team ist in Herxheim auf jeden Fall zu rechnen“, so Schäfer zu den Letten. Auch die Finnen stellen eine starke Auswahl, wenngleich deren zwei Beste, der verletzte Joonas Kylmäkorpi und Nieminen, fehlen.
Die Franzosen könnten das Zünglein an der Waage spielen. Schäfer: „Wir schauen aber vorrangig auf uns und wenn wir gute Starts haben und uns die Fans in Herxheim nach vorne peitschen, dann sollten wir gute Chancen auf ein Weiterkommen haben!“
Auch Martin Smolinski, der als Kapitän das deutsche Team anführen wird, setzt auf die Zuschauer: „Während einem Lauf geht auf der Bahn meist alles sehr schnell und man muss hoch konzentriert sein. Wenn man jedoch nach einem erfolgreichen Rennlauf zurück ins Fahrerlager rollt und von den Fans gefeiert wird, dann beflügelt das einen Fahrer enorm und motiviert zugleich für den nächsten Rennlauf. In Herxheim hatten wir mit der Nationalmannschaft bereits in der Vergangenheit einen erfolgreichen Auftritt, das wollen wir am 22. April unbedingt wiederholen.“
Im Vorjahr hatte das deutsche Nationalteam in Landshut die Qualifikation zum Speedway World Cup geschafft und war erstmals seit 2005 wieder im Speedway World Cup vertreten.
Aus dem Rennen in Herxheim kommt nur der Sieger in den World Cup. Schafft das deutsche Quartett die Qualifikation für den World Cup, ist dasTeam am 9. Juli in King´s Lynn/GB gefordert. Dort trifft das siegreiche Team aus Herxheim auf Gastgeber Grossbritannien, Australien und Tschechien.







