Porträt
(Stand Januar 2012) Henning Solberg ist der ältere Bruder des 2003er-Weltmeisters Petter Solberg. Seit mehreren Jahren ist er eine feste Größe in der WRC, und das, obwohl er nie so erfolgreich war wie der zwei Jahre jüngere Petter. Und so kam es, dass erst 2007 seine erste komplette Saison in der WRC war.
Wie viele andere Skandinavier ist Henning Solberg ein Schotter-Spezialist. Als er sich in der Mitte der 1990er Jahre ganz auf den Rallye-Sport konzentrierte, war er schnell einer der besten Fahrer Norwegens.
Zwischen 1999 und 2003 holte er fünf Mal hintereinander den norwegischen Meistertitel. 2004 kaufte er sich dann in das Semi-Werksteam Bozian-Peugeot ein und bestritt sieben WRC-Läufe.
Im Jahr 2005 wechselte er zu M-Sport-Ford und kaufte sich dort für weitere sieben Läufe ein. Nach einem Ausflug 2006 zum von Bozian neu gegründeten norwegischen OMW-Peugeot-Team kehrte er 2007 zurück zu M-Sport und Ford.
Obwohl er schon eine lange Karriere im Rallyesport hinter sich hat, nutzte Henning Solberg seine erste komplette Saison 2007 als Lernjahr. Auf Schotter musste ihm niemand mehr etwas zeigen, aber der Asphalt war ein noch fremder Untergrund für ihn. Doch der immer fröhliche Henning Solberg lernte schnell und konnte seine Leistungen auf Asphalt stetig steigern. Die richtig großen Erfolgserlebnisse holte er sich auf Schotter: Platz drei in Norwegen und Japan.
Auch 2008, 2009 und 2010 fuhr Henning Solberg für Stobart regelmäßig in die Punkte, vereinzelt gelangen ihm auch weitere Podiumsplätze. Doch der Norweger will mehr - er möchte regelmäßig auf das Podest und auch Siege holen. Um frischen Wind ins Cockpit zu holen, hat er sich vor der Saison 2010 nach viel Jahren Zusammenarbeit von Co-Pilot Cato Menkerud getrennt.
Seine neue Beifahrern war die Österreicherin Ilka Minor, die früher an der Seite von Manfred Stohl in der WRC erfolgreich unterwegs war. Doch Ilka Minor verletzte sich im September 2010 bei einem Lauf zur Österreichischen Meisterschaft, den sie gemeinsam mit Stohl bestritt. Danach vertrat sie der Belgier Stephane Prevot als Beifahrer in Solbergs Ford.
Für die Saison 2011 war Minor wieder vollständig genesen und das Duo trat erneut in einem Ford des M-Sport Stobart-Teams an. Konstant kam Henning Solberg in die Punkte und beendete die Saison auf dem neunten Platz. Der Höhepunkt war das Saisonfinale in Wales. Solberg und Minor feierten im Ziel als Dritte auf dem Podium. Für Solberg war es das erste Podium seit Polen 2009, für Minor das erste seit Wales 2006.
In der Saison 2012 geht Solberg erneut mit einem Ford Fiesta RS WRC im neu gegründeten Go Fast Energy World Rallye-Team an den Start.