Porträt
(Stand Januar 2012) Mikko Hirvonen begann 1998 mit dem Rallyesport und konnte 2002 den finnischen Formel-2-Titel holen. Als Belohnung bekam er einen Ford-Vertrag für 2003. Den erfüllte er zwar unspektakulär, aber solide und wurde für 2004 von Subaru unter Vertrag genommen. Auch da zeigte er gute Leistungen, Subaru entschied sich aber überraschend dafür, im Jahr 2005 auf Chris Atkinson und Stephane Sarrazin zu setzen. Hirvonen ließ sich aber von diesem Rückschlag nicht unterkriegen.
Die Weichen für seine Karriere stellte Hirvonen 2006, als er zum Ford-Werksteam zurückkehrte. Der junge Finne hatte schon 2003 und 2004 mit Ford und Subaru solide Leistungen gezeigt, musste dann aber im Jahr 2005 die Rallyes zum Teil in einem Ford-Privat-Team bestreiten. Dabei beeindruckte er aber so mit seinem Willen und seiner Geschwindigkeit, sodass er zum Werksteam zurück durfte.
2008 wurde er nach dem Ausscheiden von Marcus Grönholm der neue Führungspilot im Ford-Werksteam. Dass er das Zeug dazu hat, an der Weltspitze mitzuhalten, zeigte er 2007, wo er drei WM-Läufe gewinnen konnte und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass Ford den Herstellertitel verteidigen konnte. Am Ende der Saison 2007 war er Gesamtdritter mit 17 Punkten Rückstand auf Weltmeister Sebastien Loeb - Grund genug für Ford, ihn 2008 zum neuen Führungspiloten zu machen.
Und Hirvonen konnte seiner Rolle durchaus gerecht werden. Viele hatten erwartet, dass er gegen Loeb keine Chance haben würde. Doch der Finne konnte als erster Fahrer der Geschichte in jedem Lauf punkten - damit hielt er die Meisterschaft bis zum vorletzten Lauf offen.
2009 schien Hirvonen den Titelkampf gegen Loeb schon früh verloren zu haben, als der Franzose die ersten fünf Saisonläufe in Folge für sich entschied. Doch Hirvonen und Ford meldeten sich zurück und der Finne konnte in der zweiten Saisonhälfte vier Siege holen. Damit machte er den WM-Kampf so spannend wie selten zuvor. Am Ende musste sich Hirvonen dem französischen Superstar mit genau einem Punkt Rückstand geschlagen geben.
2010 machte Hirvonen einen weiteren Anlauf, um seinen Traum, Weltmeister zu werden, zu erfüllen. Doch er hatte eine schwierige Saison und wurde seinen eigenen Erwartungen nicht gerecht. Mit Siegen bei der Rallye Monte Carlo (im Rahmen der IRC) und dem WRC-Auftakt in Schweden begann das Jahr zwar verheißungsvoll, doch danach lief es nicht mehr rund für Hirvonen. Die Siege machten andere unter sich aus, teamintern wurde er von der Nummer zwei Jari-Matti Latvala überflügelt. Hirvonen beendete die Saison schließlich auf dem fünften Gesamtrang.
2011 startete Hirvonen erneut mit Ford den Anlauf auf den WM-Titel. Lange sah es nicht danach aus, dass der Finne mit dem neuen Ford Fiesta RS WRC eine Chance haben würde. Er gewann zwar den Saisonauftakt in Schweden, aber danach machte sich das Citroen-Duo Loeb und Sebastien Ogier die Siege untereinander aus. Auch Teamkollege Latvala war zuweilen schneller, doch er hatte auch viel Pech. Hirvonen fuhr konstant und eroberte bis zum Finale bei jeder Rallye Punkte.
Dadurch hielt er sich im Rennen um den WM-Titel. Beim Finale in Wales kämpfte Hirvonen zum zweiten Mal nach 2008 gegen Loeb um den WM-Titel. Auch diesmal sollte es nicht klappen. Durch einen Unfall war der Titeltraum ausgeträumt. Anschließend wurde der Sensationstransfer Wirklichkeit.
Hirvonen wechselt zu Citroen und ist 2012 der Teamkollege von Dauerkonkurrent Loeb. Im besten Auto kann der Finne einmal mehr sein Talent zeigen, obwohl Loeb mit seinen acht WM-Titeln die klare Nummer 1 bei den Franzosen ist. Hirvonens Ziel ist der Gewinn der Markenweltmeisterschaft.