Porträt
Als eine der ältesten Rallyes der Welt hat die Rallye GB - lange als RAC Rally geführt - sämtliche Veränderungen des Sports miterlebt. Seit ihren Anfängen als rein nationale Veranstaltung mit Sonderprüfungen in im Nordosten, in Schottland, im Lake District, im Nordwesten und den Midlands, ist sie eine kompakte, besucherfreundliche Veranstaltung geworden. Noch immer kommen Massen an enthusiastischen und gut informierten Fans, die ihre Idole anfeuern.
Kurzzeitig war der Servicepark in den Docklands von Swansea untergebracht. Doch er zog 2009 wieder an die Rallyebasis nach Cardiff. Zudem gibt es dort wieder eine Super Special Stage im Milleniumstadion. Gestartet wird die Rallye allerdings erstmals seit 1999 nicht in Cardiff, sondern in Llandudno.
Die Prüfungen führen über private Schotterwege, die ansonsten vor allem von schweren Lkw und Maschinen zur Holzverarbeitung genutzt werden. Die Waldwege sind eng, aber schnell. Damit laden sie die Piloten ein, aggressiv und mit Vollgas zwischen den Bäumen durchzujagen. Gefährlich werden aber die tiefen Spurrillen, die sich nach der ersten Durchfahrt bilden können.
Für besondere Spannung sorgt in Wales jedes Jahr das Wetter. Denn zu dieser Jahreszeit sind die Wetterbedingungen in Großbritannien unvorhersehbar. Das machte sich vor allem 2008 bemerkbar, als die Straßenverhältnisse so winterlich waren, dass Prüfungen abgesagt werden mussten. Und ansonsten mussten die Piloten mit den tückischen Verhältnisse kämpfen wie selten zu vor.