Von MSa-Reporter Rainer Braun und Christian Eichenberger
Am 18. September feiert Marc Surer seinen 60. Geburtstag. Als Rennfahrer bewies er stets grossen Mut, inzwischen ist der Schweizer einer der angesehensten TV-Kommentatoren.
Happy Birthday, alter Racer!
Lieber Marc, was für ein Geschenk des Himmels, dass du deinen 60. am 18. September einigermassen gesund feiern kannst. Du darfst dem lieben Gott wirklich danken, dass du alle schlimmen Unfälle deiner Rennfahrerlaufbahn überlebt hast. Ein paar Mal war’s ja ganz schön knapp, und deine Fans haben schwer gezittert.
Der schlimmste Moment war sicher der Feuerunfall bei der Hessen-Rallye 1986. Dieses Ereignis hat dich auch bewogen, die Karriere als Renn-Profi zu beenden.
Ob im Touren-, GT- oder Sportwagen, ob in der Formel V, Formel 3, Formel 2 oder in der Königsklasse – du warst ein wahrhaft furchtloser, mutiger Racer. Du hast hart und fair gekämpft – bis auf jene denkwürdige, fast geschichtsträchtige Entgleisung am Norisring 1977. Da hast du als BMW-Junior in der Hitze des Tagesgefechts den Ford-Kollegen Hans Heyer ziemlich übel in die Mangel genommen. Ich sehe die Bilder dieses gewaltigen Rodeos noch heute vor mir. Schliesslich sass ich damals am Streckenmikrofon.
Überhaupt deine wilden Jahre als BMW-Junior in der Rennsportmeisterschaft und in der Formel 2 – fast wehmütig denke ich an diese megageile Zeit zurück. Für uns Journalisten warst du stets eine Fundgrube für gute Storys. Immer ansprechbar, immer höflich, geduldig, freundlich, ehrlich. Vielleicht ist das auch der Grund, warum du so nahtlos die Fronten wechseln konntest und jetzt schon seit fast 20 Jahren zur Reporter-Elite zählst.
Für mich bist du einer von den Kompetenten, die wissen, worüber sie reden, schreiben, diskutieren. Weil du alles schon selbst erlebt hast – als Rennfahrer in den wichtigsten Kategorien, als Sportchef in turbulenten BMW-DTM-Jahren, als Fahrtrainer im Umgang mit wissbegieriger Sportkundschaft.
Ich kann nur sagen: Bravo Marc, mach weiter so, behalte dir noch lange den Spass am Job und bleib vor allem eines: gesund.
Dein Rainer Braun
Happy Birthday, alter Kollege!
Lieber Marc, 82 GP hast du von 1979 bis 1986 bestritten. Mindestens fünfmal so viele hast du bis heute kommentiert. Gezählt hast du sie nie. Angefangen hast du damit 1987 – nachdem du wegen des schweren Rallye-Unfalls deine aktive Laufbahn beenden musstest. Zuerst warst du beim Schweizer Fernsehen, seit 1996 bist du bei Premiere (heute Sky) unter Vertrag. Am Nürburgring hast du zum 250. Mal fürs digitale Fernsehen vor der Kamera gestanden.
In der Gunst der Zuschauer stehst du ganz oben. Deine fachlichen Einschätzungen gepaart mit deinem Wissen machen dich zu einem der angesehensten Kommentatoren im Paddock. «Die Formel 1 zu erklären, das ist es, was mir Spass macht», sagst du. «Leute, die behaupten, da wird nur im Kreis gefahren, möchte ich vom Gegenteil überzeugen.»
Das schönste Erlebnis hinter dem Mikro war für dich der erste Titelgewinn Schumachers bei Ferrari. Da hast du richtig mitgelebt und mitgelitten. Auch sonst hatte das Kommentatoren-Leben für dich schon einige Überraschungen parat. Zum Beispiel, als Rolling-Stone Mick Jagger plötzlich in deine Reporterkabine stolperte. Oder als du am Anfang deiner Karriere eine Live-Sendung vermasselt hast. Peinlich war es, hast du mir gestanden. Du warst damals fürs Schweizer Fernsehen in Brasilien und hättest während der Tagesschau vom GP berichten sollen. Damit dich der brasilianische Kollege, der dir im Ohr lag, nicht nerven würde, hast du den Schalter umgelegt. Leider war es der Hauptschalter. So konnte dich keiner hören, und du hast auch niemanden mehr gehört.
Wie lange du noch weitermachst? «Solange die Rahmenbedingungen stimmen und man mit mir zufrieden ist», sagst du. Langweiligwürde es dir abseits der F1 bestimmt nicht werden. Kartfahren («Bis es nicht mehr geht!») und deine Pferde halten dich auf Trab. Dass du mit 60 Jahren ein drittes Mal heiratest, hält dich bestimmt auch noch viele Jahre jung. In dem Sinne: alles Gute, Marc!
Dein Christian Eichenberger
Autor: Rainer Braun und Christian Eichenbergerhallo, marc surer, auch von mir noch nachträglich herzlichen glückwunsch zum 60. :-)
habe deinen fahrstil immer bewundert und bin von deinen fähigkeiten am mikrofon genauso überzeugt -
auch dein privatauto von 198o, ein weisser bmw m 535i der motorsport-gmbh, an dem ich als mechaniker einen service durchführen und eine probefahrt machen durfte, hat mich so überzeugt, dass ich mir ebenfalls so einen zugelegt habe :-))) wünsche dir alles gute für die zukunft und bleib uns bitte erhalten ....













