Moriwaki Engineering: Report: Das gewinnende Lächeln

Seit mehr als 35 Jahren gewinnen Moriwaki-Rennmotorräder in den unterschiedlichsten Serien. Nichts spiegelt die Rennsportbegeisterung und Kundenfreundlichkeit des japanischen Familienbetriebs besser wider als das Lächeln seiner Geschäftsführerin Midori Moriwaki.

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Sonnenschein im Fahrerlager: Geschäftsführerin Midori Moriwaki

Sonnenschein im Fahrerlager: Geschäftsführerin Midori Moriwaki

Sie war unwiderstehlich und hat es Terrell Thien einfach angetan. Sie stand in Indianapolis und lächelte ihn an, er verliebte sich sofort in sie: In die Moriwaki MD600 mit ihrem filigranen Aluminiumrahmen, dem fein geschwungenen Titan-Auspuff und den edel gemachten Kohlefaserteilen. Für Thien konnte es einfach keine andere Maschine sein, mit der er seine erste Saison als Teambesitzer in der neu geschaffenen Moto2-WM mit Fahrer Tom Lüthi bestreitet. Als Thien sich dann mit Midori Moriwaki, der Tochter des Firmengründers Mamoru Moriwaki, zum Verhandeln hinsetzte, war sein Entschluss endgültig gefasst. Die Freundlichkeit und die Professionalität, mit der die 32-jährige Japanerin ihm die Philosophie und den technischen Standard des Hauses Moriwaki erklärte, räumten jeden Zweifel aus, was die Erwartungen an die Maschinen und den Service betraf. Ein halbes Jahr später steht die Moriwaki MD600, lackiert in den Farben von Lüthis Hauptsponsor Interwetten, zum ersten Roll-out bereit. Midori Moriwaki ist mit den beiden Entwicklungsingenieuren Akira Kato und Koji Takahashi nach Spanien angereist und beobachtet jede Bewegung der Moto2-Renner und drum herum. Auch der lange Überseeflug und die frostige Kälte können ihrem sonnigen Gemüt nichts anhaben. Und Frau Moriwaki fiebert mit Lüthi, Toni Elias, Vladimir Ivanov, Fonsi Nieto, Yannick Guerra und Lukas Pesek mit, als sie ihre ersten Runden drehen, und notiert alle Wünsche. Ihre Ingenieure beobachten jede Regung der Maschinen, sprechen mit den Fahrern und sammeln ein ganzes Meer von Daten. «Die Zufriedenheit unserer Kunden ist unser wichtigstes Anliegen», sagt Midori Moriwaki. Und sie sagt es nicht nur, sie lebt es.

Philosophischer Motorradbau
Firmengründer Mamoru Moriwaki (65) hat 1985 ein Buch geschrieben, in dem er seine Grundsätze beim Bau von Rennmaschinen und den Geist des Rennsports beschreibt. Für ihn ist der Wettkampf die Antriebskraft aller Entwicklung, bei dem jede Hundertstelsekunde und jeder Zehntelmillimeter zählt. Seine Weisheiten sind tief in der japanischen Tradition verwurzelt, die stets eine Nähe zur Natur hatte. So hat Moriwaki seine Maschinen von Beginn an in Blau für das Meer und den Himmel sowie in Gelb für die Erde lackiert. Und zwar im Verhältnis von 7:2, so wie es in der Natur vorkommt. Kern des Familienbetriebs Moriwaki, der 37 Beschäftigte zählt, sind Mamoru Moriwaki als Präsident, seine Frau Namiko und seine Tochter Midori als Geschäftsführer und sein Sohn Shogo – Japanischer Superstock-600-Meister von 2001 – als Testfahrer. Bereits 2008 haben die Moriwakis mit der Entwicklung des Moto2-Bikes MD600 (Moriwaki Dream 600) begonnen. Bis die Maschinen an die Teams ausgeliefert wurden, waren sie bereits bei Evolutionsstufe 11 angelangt. Und auch hier ist noch lange nicht Schluss. Moriwaki hat ihren Kunden eine stetige Weiterentwicklung garantiert; ganz nach der Firmenphilosophie, dass auch das beste Rennmotorrad noch weiter verbessert werden kann. Die neuen Moto2-Moriwaki führen die lange Tradition des Hauses mit Viertakt-Rennmaschinen fort. Die Historie begann 1973, als die frisch gegründete Firma Motoren von Honda CB 125, 250 und 750 sowie Kawasaki Z1 tunte.


Seit 32 Jahren Rennerfolge
Nach P3 beim ersten 8-Stunden-Rennen in Suzuka 1978 mit Greame Crosby/Tony Hatton hinter der Yoshimura-Suzuki von Wes Cooley/Mike Baldwin und der Yamaha TZ 750 von Isoyo Sugimoto/David Emde sorgten die Japaner ab 1979 weltweit für Furore. Unvergessen 1979: Crosbys Auftritte in der Britischen Formel-1-Meisterschaft, die er als Zweiter beendete, sowie von Eddie Lawson in der US-Meisterschaft. Die Zeichen stehen gut, dass es 31 Jahre später in der Moto2 so weitergeht für Moriwaki.

Autor: Imre Paulovits
J.Dunlop J.Dunlop » 13.04.2010, 09:33 Uhr  #1

und wo ist ein Bild von der Dame? Die Maschine von Lüthi habe ich schon x mal gesehen

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